Familie & Gemeinschaft:

Unser Zusammenleben ist starken Veränderungen unterworfen: Immer mehr Menschen leben in Singlehaushalten, die Scheidungszahlen steigen, die Vereinsamung in der Gesellschaft nimmt zu. Deshalb müssen wir handeln, um die Gemeinschaft zu stärken und ein neues Zusammenleben möglich zu machen. Klagenfurt ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Interessen, Neigungen und Fähigkeiten, verschiedenster Kulturen und Ethnien friedlich und gemeinschaftlich zusammenleben können. Unsere Vision einer guten Urbanität geht davon aus, dass es neben Individualismus auch gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt. Ein gutes Zusammenleben bedeutet für uns als Klagenfurter Volkspartei stets auch ein „Ja“ zu einem Leben mit Kindern. In einem kinderfreundlichen Stadtklima werden Kinder und Jugendliche konsequent gefördert. In einer Balance von kinderfreundlicher Lebens- und Arbeitswelt, in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer gleichermaßen gegeben ist, liegt der Schlüssel zu einer demografisch nachhaltigen Stadtgesellschaft. Aber wir denken auch generationsübergreifend und betrachten das Thema Familie als gesamtheitlichen Begriff. Durch den Ausbau Klagenfurts zur zertifizierten familienfreundlichen Gemeinde ist es jetzt gelungen das Thema Familie aus gesamtheitlicher Sicht zu betrachten und weiterzuentwickeln. Bildung steht im Mittelpunkt dieses generationenübergreifenden und gesamtheitlichen Ansatzes. Freizeit und Sport sowie Kunst und Kultur runden diese Familienfreundlichkeit ab. Wir alle sind Klagenfurt und uns alle verbindet der Wunsch, unsere Stadt lebenswert zu gestalten und uns eine gute Zukunft aufzubauen. Die zentrale Voraussetzung für den Wohlstand aller ist Gerechtigkeit. Gerechte Gesellschaften sind in der Lage, Probleme besser zu meistern, sie sind wirtschaftlich erfolgreicher und die Menschen sind zufriedener. Gerechtigkeit hängt auch ganz stark mit sozialer Sicherheit zusammen – dazu gehören sichere Arbeitsplätze, gute und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Versorgung der älteren Bevölkerung sowie genügend bezahlbarer Wohnraum. Um einer Spaltung der Gesellschaft vorzubeugen, müssen wir gewährleisten, dass möglichst allen Menschen, die in Klagenfurt leben, soziale Mindeststandards zustehen und sie an der

Gesellschaft teilhaben können.

Familienfreundliches Klagenfurt – auch für SeniorInnen

Die ältere Generation vor uns hat das geschaffen, was wir heute kennen – daher wollen wir ihr mit größtem Respekt begegnen. Mit zunehmendem Alter benötigen unsere älteren MitbürgerInnen Hilfe im täglichen Leben. Als traditionsbewusste Partei ist es uns deshalb ein großes Anliegen, unseren älteren Mitmenschen zu helfen. Besonders jetzt in Corona-Zeiten sehen sich unsere Großeltern mit Einsamkeit und Hilflosigkeit konfrontiert. Mit dem Ausbau bzw. der Aufstockung von Pflege und mobiler Betreuung sowie durch die Förderung von Begegnungsstätten wollen wir unseren älteren MitbürgerInnen helfen, diese Krise zu überstehen sowie bestens für ein Altern in Würde und Freude gerüstet zu sein.

Kinder- und jugendfreundliche Bildungsstadt

Mehr Angebote für Kinder sollen Klagenfurt noch lebenswerter für Familien machen. Daher wollen wir für Klagenfurt neue Spielplätze mit innovativen Kozepten, die neben dem Spielspaß auch das Erlernen neuer Fähigkeiten und das Ausleben von Kreativität fördern. Auch die Klagenfurter Museen wollen wir in Zukunft kinderfreundlicher gestalten. So sollen die behandelten Themen stärker auf die Interessen der Jüngsten eingehen, damit diese schon früh an die Welt von Wissen und Kultur herangeführt werden. Essenziell für einen erfolgreichen Bildungsweg ist auch die Entlastung und die Hilfe für die Eltern. Jene Eltern, die für ihre Kinder einen Betreuungsplatz benötigen, sollen auch einen bekommen. In den letzten Jahren ist es uns gelungen den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Wir wollen dieses Angebot und die Unterstützung hierfür weiter ausbauen. Für Kinder und junge Menschen fordern wir außerdem:

  • Ausbau der universitären Infrastruktur und Ausstattung (Busverbindungen, Studententickets, Bibliothekserweiterungen, Arbeitsbereiche, Steckdosenplätze für Laptops)

  • Ausbau von Studentenheimen

  • Mehr Angebote, um Pflichtschulabschluss nachholen zu können

  • Aus- bzw. Weiterbildungsangebote besser sichtbar machen

 

Zivilcourage stärken

Wegsehen ist leider die Regel geworden, wenn andere Hilfe brauchen. Kaum jemand kümmert sich noch um das Leid der anderen Menschen. Viel bequemer ist es, die Augen zu schließen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Es geht einen ja nichts an. Wir dürfen diese Entwicklung nicht ignorieren und wollen Zivilcourage fördern. Das Image des Handelns, ohne dazu aufgefordert zu werden, muss aufpoliert werden. Daher werden wir breite Aufklärungs- und Bewusstseinsbildungskampagnen starten, welche bereits bei den Kleinsten unserer Gesellschaft ansetzen sollen.

Helferbörsen

Helferbörsen sind ein beliebtes Modell, um das Ehrenamt wieder zu stärken. Auf solchen Online-Börsen können Organisationen nach Freiwilligen suchen, die ihnen helfen, und Interessierte können sich einen Überblick darüber verschaffen, wo sie eigentlich gebraucht werden. Denn oft mangelt es viel mehr am Wissen als am Willen. Als StadtpolitikerInnen forcieren wir die Etablierung einer solchen Plattform. Zudem soll das Ehrenamt im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich durch einen „Ehrenamtspass“, der Vergünstigungen bei der Nutzung städtischer Einrichtungen und Veranstaltungen mit sich bringt, gestärkt werden.

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit Behinderungen gibt es zu viele Barrieren, die verhindern, dass sie gleichberechtigt am Leben teilnehmen. Strukturen sollen in einer inklusiven Gesellschaft so sein, dass sie für Menschen mit einer Behinderung nicht zur Hürde werden. Der Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben kann insbesondere durch Inklusion in der Arbeitswelt erfüllt werden. Wir werden Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen, die eine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen möchten, fördern. Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz geben möchten, sollen proaktiv beraten und gefördert werden. Wir möchten hier auch mit gutem Vorbild vorangehen und mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in der Stadtverwaltung anbieten.

Kinderarmut bekämpfen

Armut betrifft eine große Bevölkerungsgruppe und ist kein Randphänomen. In Kärnten ist sogar jeder siebte Mensch davon betroffen. Armut bedeutet große psychische Belastung und Rückzug aus der Gesellschaft. Kinder aus armutsbetroffenen Familien haben nicht die gleichen Chancen – sie sind z.B. öfter krank und können nie auf Urlaub fahren, dadurch findet eine Ausgrenzung aus dem sozialen Leben statt. Wir sind daher für die Einführung eines „Kinderpasses“. Mit diesem soll Kindern aus einkommensschwachen Familien der Zugang zum gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Mit dem Kinderpass erhalten Kinder verschiedene Leistungen wie z.B. freie Eintritte, Vergünstigungen und Gutscheine aus den Bereichen Freizeit, Sport, Kultur, Bildung, Mobilität.

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Jugendliche sind von der Corona-Krise mitunter am schwersten betroffen. In Österreich sind die Jugendarbeitslosigkeit und die Zahl der Lehrstellensuchenden auf einem Rekordniveau. Dies hat negative Folgen: Zum einen wirkt sich die Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit der Jugendlichen aus, zum anderen sind damit auch hohe volkswirtschaftliche Kosten verbunden. Es muss daher möglichst rasch ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit erarbeitet werden. Notwendig sind beispielsweise eine Ausbildungsgarantie sowie eine Aufstockung der überbetrieblichen Lehrausbildungsplätze. Zudem müssen für Betriebe Anreize geschaffen werden, über Bedarf auszubilden. Nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch die Corona-Krise zeigt einmal mehr, welche Berufsgruppen besonders systemrelevant sind. Wichtig ist es daher, die Ausbildung in Sozial- und Gesundheitsberufen zu fördern.

Unterstützung und Schutz für Frauen und Kinder

Sexuelle Nötigung, Stalking und häusliche Gewalt sind immer noch Teil der gesellschaftlichen Realität. Wir setzen uns für eine Sicherung und Erweiterung der bestehenden Notruf- und Beratungsstellen für weibliche Gewaltopfer ein. Frauenhäuser benötigen unbedingt mehr Ressourcen, denn diese reichen nach wie vor nicht aus, um den Bedarf zu decken. Somit bekommen die am meisten gefährdeten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht die Unterstützung, die sie dringend brauchen. Es braucht insbesondere auch ein Konzept, wie Frauen für die Zeit nach einem Aufenthalt in einem Frauenhaus am besten unterstützt werden können. Weiters braucht es ein spezifisches Angebot für Kinder und Jugendliche, die selbst von Gewalt betroffen sind oder Zeugen häuslicher Gewalt wurden. Viele gefährdete Kinder bekommen in Klagenfurt noch nicht den nötigen Schutz, den sie brauchen. Die Problematik und die Hilfsangebote sollen durch Pressearbeit, Kommunikation und Aufklärungsarbeit dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein Klagenfurts verankert werden.

Auf Sprache und Bildung setzen

Zuwanderung in einem vernünftigen Rahmen geschehen zu lassen, ohne soziale Konflikte zu schaffen, ist eine schwere Aufgabe. Neue Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen ist eine wichtige Aufgabe der kommunalen Politik, denn sie ist dort tätig, wo die Menschen ihr Leben verbringen. Wir von der Klagenfurter Volkspartei fordern klare Regeln für Zuwanderer und Zuwanderinnen. An oberster Stelle muss das Erlernen der deutschen Sprache stehen, denn Integration braucht eine gemeinsame Sprache, um uns untereinander verständigen zu können. Wir müssen mehr Geld in Deutschkurse investieren und die besten LehrerInnen dafür einsetzen. Es ist wichtig, dass wir unsere Werte wie Freiheit, Demokratie und die Gleichheit der Geschlechter kommunizieren.

Was können Sie als BürgerInnen tun?

  • Akzeptieren Sie Ihre Mitmenschen! Damit Vielfalt und Reichtum der Menschheit erhalten bleiben, brauchen wir wechselseitige Toleranz. Urbanität braucht Offenheit!

  • Setzen Sie sich für Menschen ein, denen es nicht so gut geht! Egal, ob Sie für wohltätige Zwecke spenden oder sich ehrenamtlich engagieren – Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft dienen nicht nur dem Empfänger, sondern verschaffen auch dem Gebenden ein positives Gefühl.

  • Zeigen Sie Zivilcourage und Menschlichkeit! Nicht nur bei Gewalt und rassistischen Übergriffen. Auch im Berufsalltag, etwa wenn gegen TeamkollegInnen Stimmung gemacht wird, braucht es Mut!

Was haben wir in der Vergangenheit dafür getan?

  • Verpflichtung zur familienfreundlichen Gemeinde – Klagenfurt war bereits 2012 die erste Landeshauptstadt Österreichs, die mit dem staatlichen Gütesiegel und 2015 mit dem Vollzertifikat „Familienfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet wurde. 2019 erfolgte die Rezertifizierung als „familienfreundliche Gemeinde“. Als besondere Auszeichnung für die zahlreichen Maßnahmen im Bereich Kinder und Jugend gab es das Zusatzzertifikat „Kinderfreundliche Gemeinde“ der UNICEF.

  • Sommerbetreuung „FUNTASTICO“ – qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche und leistbare Ferienbetreuung für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren.

  • Jugendzentren – während der Ausgangsbeschränkungen wurden die Angebote der Klagenfurter Jugendzentren angepasst und vieles für die Jugend online zur Verfügung gestellt. Zudem wurde ein Konzept erarbeitet, mit dem unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen die direkte Jugendarbeit wieder aufgenommen werden konnte.

  • Kinderprogramm am Christkindlmarkt – Neugestaltung eines umfangreichen Kinderprogramms im Freien und in der „Christkindlwerkstatt“.

  • Ausbau der Öffnungszeiten im Youth Point Fischl, Jugendzentrum Welzenegg, Jugendkulturzentrum Kwadr.at und in der Trendsporthalle Megapoint.

  • Initiierung der „Harucon“ – 1. Manga und Anime Convention in Kärnten, welche 2021 zum 5. Mal stattfinden wird.

  • Jugendarbeit im öffentlichen Raum – mit Straßenkonzerten unter dem Titel „Klagenfurt rockt die Straße“ / Straßenkulturfestival Kwadr.at

  • Girls Day – ein Extra-Öffnungstag nur für Mädchen im Youthpoint Fischl.

  • Tonstudio & Technikverleih für Jugendliche im Kwadr.at

  • Umbau Trendsporthalle Megapoint 2020 – neuer und zeitgemäßer Skatepark.

  • Gaming Friday – aus diesem entstand der CEGA Verein – Carinthian Esports and Gaming Association, welcher nun eigene Räumlichkeiten am Messegelände hat.

  • United World Games – Gaming- und Karaoke-Station in Kooperation mit dem Mozarthof.

  • Einführung von Präventionsworkshops – Themen: Alkohol, Cannabis/CBD, Antidiskriminierung und Zivilcourage, Safer Internet für Jugendliche und Schulklassen.

  • Projekt „Bring the Ball to the street“ – niederschwelliges Basketballprojekt in Kooperation mit dem Mozarthof.

  • Sanierung des Mozarthofes – begonnen im September 2020 (Sport- und Fitnessraum wird als Erstes umgesetzt).

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