Busfahren wird attraktiver!


Im Jänner 2011 beginnt für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also die STW-Busflotte in Klagenfurt, ein neues Zeitalter. Das sternförmige Ausschwärmen der Busse vom Heiligengeistplatz aus gehört dann der Vergangenheit an, ein neues, modernes und vor allem flexibles Linienkonzept soll den Busverkehr in Klagenfurt endlich attraktiver machen. Verkehrsreferent Stadtrat Peter Steinkellner hat das Konzept im letzten Gemeinderat vorgelegt, es wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen. „Es gab dazu Lob und Anerkennung von einzelnen Mandataren aus allen Fraktionen“, so Steinkellner.

Die Kernpunkte des neuen Linienplanes sind:

-         Bessere bzw. direkte Anbindung vom neuen Klinikum Wörthersee, Universität, Fachhochschule und Flughafen

-         Busspuren

-         Durchmesserlinien mit weniger Umsteigevorgängen

-         Flexible Liniengestaltung

-         Mehrfachbedienung durch unterschiedliche Linien

-         P & R wird in das Liniennetz integriert

-         Erschließung neuer Siedlungsgebiete (Welzengg, Ehrental usw.)

-         Tages- und eigenes Nachtnetz (Tagsnetz im 30 Minuten-Takt und Nachtnetz von Montag bis Donnerstag von 20 bis 23 Uhr bzw. Freitag und Samstag von 20 bis 1 Uhr im Stunden-Takt)

-         Kostenersparnis von rund 670.000 Euro

Für Verkehrsreferent Stadtrat Steinkellner hat das bisherige Bussystem in Klagenfurt zahlreiche Mängel. „Durch das starre Netzsystem transportieren die Busse in den Abendstunden großteils nur Luft und das oftmalige Umsteigen bzw. die indirekte Route über den Heiligengeistplatz ist auch nicht jedermanns Sache“, so Steinkellner, für den das neue Konzept aus der Sicht des Busbenützers nur Vorteile bringt. „Allerdings ist das nicht der letzte Schritt, denn wir sind flexibel und Verbesserungen werden permanent vorgenommen“, betonte Steinkellner. Da es künftig zu diversen Kursüberschneidungen kommt und die Busse jede Haltesstelle auf ihrer Linie anfahren kann sich der Kursintervall manchmal sogar bis auf fünf Minuten verkürzen. „Es wird aber ein Gewöhnungsprozess werden, der seine Zeit braucht“, so Steinkellner. „Unser Ziel ist es, den Bus einmal an den stauenden Autos vorbeifahren zu lassen“, so Steinkellner. Der erste Schritt dazu passiert am 19. Juli, in der 8.-Mai-Straße und der Burggasse werden Busspuren werden Busspuren in Betrieb genommen.


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